Gedichte & andere Texte

Die unendliche Geschichte ...

Die unendliche Geschichte ...
... ist nicht die der ewigen Kanzlerin.
Die unendliche Geschichte gab es schon vor Merkel, vor Schröder, vor Kohl ...
Sie ist die Wiederholung nach der Wiederholung der Wiederholung.
Und wenn sie am Wahlabend zu Ende ist, dann fallen wir für vier Jahre ins Koma, bis sie wieder beginnt ...

Nachher ist vorher (vom Februar   2008)

Wenn gewählt wird irgendwo, dann läuft das ganze meistens so:

1. Wahlkampf
Die Basis darf der Führung dienen,
Stimmen sammeln wie die Bienen,
Plakate kleben, Würstchen braten
für die Spitzenkandidaten,
die wie aufgeblas`ne Hummeln
umjubelt durch die Ländle bummeln,
gutgelaunt und siegestrunken
mit Wahlversprechen, die erstunken ...

2. Wahltag
Die Hummeln wählen mit Pläsier
Bienchen aus für`s Hauptquartier,
zum Bewundern ihrer Taten,
Huldigen und -  Würstchen braten.
Zum Scheine tut man sich vereinen,
die WICHTIGEN mit all den KLEINEN
für`s Freudentaumeln oder Weinen.

3. Wahlabend
Bienen warten – engumschlungen
auf die ersten Hochrechnungen.
Die Hummeln ham die Faust geballt,
Sekt und Würstchen sind schon kalt.
Dann:
Bei den einen Jubelreigen,
anderswo betret`nes Schweigen.

4. Wahlabend, später
Die Bienen haben sich besoffen
vor Freude oder Dochnochhoffen.
Derweil sich Kandidatenhummeln
geschminkt, vereint im Fernsehn tummeln,
um allen Dummen zu erklären,
dass und warum SIE Sieger wären.

5. Wahlabend, noch später
Die Hummeln werd`n entfernt ratzfatz,
denn das Fernsehn braucht jetzt Platz
für die dicken Oberdrohnen,
die im Parteienhimmel wohnen
und just von dort heruntersteigen,
um sich dem Bienenvolk zu zeigen.
Demselben gönnerhaft erklären,
dass sie auch mit Sieger wären,
stolzgeschwellt, mit rundem Bauch.
Sekt ist alle. Würstchen auch.

6. Wenn(m)s endlich dämmert
Basis raus zum frohen Schaffen!
Ob mit Kater oder Affen
waten sie durch Wahlkampfdreck
und räumen die Plakate weg,
die sie selber angepinnt.
Weißt Du, wo die Hummeln sind?
Die spielen mit den Oberdrohnen
„Wir bilden Koali – zionen“
und „Wir vertreten Volksintressen“.
Die Bienen? Ham sie längst vergessen ...
Die brauchen sie – landauf, landnieder
ja erst in ein paar Jahren wieder.

Wozu? Du wirst es nicht erraten:
Stimmen sammeln, W...?
Genau!

Weihnachtsgedicht 2016

Prognosoße

Was war Zwosechzehn, wo gehts hin?
Die Kanzlerin wird Kanzlerin.

Bob-Dylan-Texte schmaler Spur
ham'n Nob'lpreis für Lit'ratur.
Ein Trumpolin mit Lügenbeinen
lässt alle Obamanen weinen. 
...
Noch viel zu zählen wäre auf.
Alldrunter geht es drüber, drauf.
Was ist sicher noch im Leben?
Weihnachten -
wird’s immer geben.

Hab'n vor der Zukunft wir Manschetten?
Nein.
Es gibt Horst.
Der wird uns retten!

Für meine großartige Mutter

Weihnachtsgedicht 2015

Gabengabe

Drei Kön'ge aus dem Morgenland
sind schenkend einst gekommen.
Wir hab'n doch – ehrlich... – für das Kind
die Gaben gern genommen...

Kommt nun das halbe Morgenland,
dann haben wir noch Glück!
Die Gaben wurden reich vermehrt,
wir geben nur zurück.

War's nicht des Kindes Botschaft?:
Wer nimmt, der soll auch geben...
Aktuell sind wir mal dran -
so ist das halt im Leben!

Für Janosch und Karla

Weihnachtsgedicht 2014

Alles in Zucker

Zum Jahresend die Zucker-Schote:
Berlin beschließt die Frauenquote.

Das ist es, was uns Frauen fehlt.
Dass man so zwei…drei auserwählt,
in Chefetagen rumzuklönern
und das Ambiente zu verschönern.

Es ist wie beim Besuch im Zoo.
Mama erklärt den Kleinen: Soo -
seht - die im Eck dort Türmchen bauen,
die nennt man???
Unsre Quotenfrauen.
Es sind sehr seltene Exoten.
Man füttert sie mit Zuckerschoten!

Für Elfriede und Harry

Weihnachtsgedicht 2013

Bocksendstopp

Zwodreizehn rum.
Ich zähle sachte,
welch’ Bock sich just zum Gärtner machte:

Zu den IG Metallungstagen
rückt Merkel an, um Blech zu sagen.
Im Fernsehn krault Millionen-Jauch
Milliarden-Gates den Bambibauch.
Gabriel, die Soziseele
verhökert ‚s ganze SPDle.
Van Elst baut sich voll Demut gleich
ein Schloss, ganz ähnlich Gottes Reich.
Und Gauck, der Schmierenkomödiant
lobpreist Dieter Hildebrandt.

Wenn sonst nichts sicher ist im Leben –
eins doch: Die Böcke wird es geben!
Was auch sein mag Vierzehnzwo …
SIE sind verlässlich.
Hundertpro!

Für Gigi und Peter

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